Bis vor gar nicht so langer Zeit war ich eher unbewusst, was mein Leben betraf. Ich hatte mich in eine Hängematte fallen lassen - eine Hängematte, die mich bisher zuverlässig aufgefangen hatte. Alles schien zu funktionieren. Dachte ich.
Aber aus dem Nichts wurde mir dieser, zugegeben, sehr bequeme Schleier vom Gesicht gerissen. Ich erkannte, dass das, was ich als “funktionierend” empfand, dazu geführt hat, die Kontrolle über mein Leben aus der Hand gegeben zu haben und sie anderen zu überlassen. Und damit hatte ich über mich bestimmen lassen😔. Nur sah ich es zunächst so nicht, denn es war bequem und funktionierte.
Doch mein Leben driftete fortan ständig ein kleines bisschen in eine Richtung, die nicht meine war. Das bemerkte ich - wenn auch nur unterschwellig - schon, doch diese Richtung schien trotzdem akzeptabel.
Dann kam eine kleine Begebenheit, die mir zeigte, dass ich mich zu jemandem entwickelt hatte, von dem ich gar nicht geglaubt habe, dass es ihn gab. Ich glaubte immer, stark und tatkräftig zu sein, doch ich musste erkennen, dass diese Stärke nur bis zu einer Grenze reichte, die noch innerhalb meiner Komfortzone lag. Darüber hinaus gab ich die Kontrolle über Dinge, über Projekte, über Entscheidungen an Andere ab. Ich durfte erkennen, dass ich gar nicht so stark bin, sondern eher bequem geworden war. Das, was mir erzählt und vorgesetzt wurde, nahm ich ungefiltert an. Diese Erkenntnis war echt bitter. Mir wurde klar, dass mich niemand ernst nehmen konnte, wenn ich meine eigene Transformation nicht in die Hand nahm.😔
Ich hatte irgendwann die Regie über mein Leben abgegeben und war viel mit Warten beschäftigt statt selbst aktiv zu werden. Dabei wusste ich aus der Vergangenheit, dass ich meine Ziele durchaus erreichen kann! Das hatte ich mir schon oft bewiesen! 💪🏻
Erst als mir jemand meinen Zustand deutlich machte, fiel der Vorhang vor meinem Bewusstsein! Zugleich wurde mir klar: Ich hatte mich selbst in diesen Lebensabschnitt hinein manövriert. Bis dahin suchte ich die “Schuld” gern im Außen - Umstände, der enttäuschende Mensch, der verlorene Job, die wirtschaftliche Lage, das gebrochene Versprechen. Aber das ging jetzt nicht mehr! Mir wurde sehr deutlich klar, dass ich die Verantwortung für mich und mein Leben wieder übernehmen muss!
Ich musste in dem Moment erkennen, welche der vergangenen Entscheidungen dazu geführt hatten, dass es so weit kommen konnte. Das war anstrengend, aber ich wusste: Wenn ich jetzt nicht handelte und schaute, was in mir wirkt, dann würde ich es vielleicht nie mehr tun. Ich musste das Ruder herumreißen! Es bedeutete harte Arbeit an mir selbst. Ich musste mich von Anteilen verabschieden, die mich an diesen Punkt meines Lebens geführt hatten.
Mir wurde klar, dass sich mein Leben nicht verändert, wenn ich leide oder jammere. Es verändert sich erst in dem Moment, wenn ich hinsehe und anpacke. Und das habe ich gemacht. Ich habe auf mehreren Ebenen die Verantwortung übernommen.💪🏻
Was habe ich konkret getan? Ich habe mich gefragt, ob ich vielleicht schon immer so war, wann es begann und wie es dazu kommen konnte. Ich habe mich gefragt, wo ich hin möchte, wer ich wirklich sein möchte und wie ich leben will. Und schließlich habe ich mir klar gemacht, wie ich mich zukünftig selbst behandeln und mit mir umgehen möchte. Denn eines ist eindeutig: Das, was das Außen mir zeigt, ist der Spiegel dessen, was in mir ist. Und dieser Spiegel zeigte mir eine Frau, die ich kaum wiedererkannte. Das war nicht mehr ich! Aber wer war ich dann?
Welche Geschichte erzähle ich mir über mich? Wo kommt sie her? Habe ich sie übernommen?
Die zentrale Frage war: Welche Anja hat wann eine Entscheidung getroffen, die es der heutigen Anja ermöglichte, zu entstehen? Und was trägt die Anja von damals noch?
Es ging in der Reflexionsarbeit nicht um Beschimpfungen oder Vorwürfe, sondern um Ehrlichkeit und Verständnis mir selbst gegenüber.
Ich arbeitete mit dem BewusstseinsFeld und der geistigen Welt. Ich stellte Fragen, deren Antworten ehrlich, manchmal unbequem, aber ungeschönt aus dem BewusstseinsFeld beantwortet wurden. Tief in meiner Seele suchte ich die Anja von damals und wollte sie verstehen und gleichzeitig das Thema, das mich schon lange begleitet, auflösen, um mich davon zu befreien.❤️
Der Weg ist vielleicht noch lang und hart, doch ich weiß: Er gehört mir. Und ich gehe ihn mit Freude, denn er wird mich wieder ein Stück freier machen und auch stärken.
Und das Beste ist - der Weg liegt jetzt klar vor mir und wird endlich von mir beschritten!😇
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